| Schwellenländer : Unternehmensanleihen im Plus |
| Geschrieben von: Vinzenz Leutloff |
| Montag, den 10. Oktober 2011 um 13:23 Uhr |
Rezession in aktuellen Kursen eingepreistLaut einer Pressemeldung von Fisch Asset Management (Schweiz) liegen Unternehmensanleihen der Emerging Markets auf Jahressicht immer noch im Plus. Lange Zeit konnten sich Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets den globalen Unsicherheiten entziehen. Doch im Laufe des Septembers wurde auch diese Anlageklasse in Mitleidenschaft gezogen. "Seit sich die Unruhen aus der Euro-Schuldenkrise vehement auf alle Weltmärkte übertragen haben, mussten Unternehmensbonds der Schwellenländer Kursverluste hinnehmen. Besonders betroffen sind dabei Papiere von Firmen aus Osteuropa aufgrund der Nähe und den engen Handelsbeziehungen zu Mitteleuropa. Dennoch schützen Unternehmensanleihen im Segment 'Investment Grade' die Investoren auf Jahressicht vor Verlusten und erfüllen den zurzeit einzig wichtigen Aspekt bei Anlegern: Sicherheit. Gemessen an einem gut diversifizierten Portfolio stehen zum Ende des dritten Quartals für das Kalender-jahr 2011 rund zwei Prozent Rendite zu Buche. Das ist nicht zuletzt im Vergleich mit High-Yield-Anleihen und deren Rückschlägen sehr erfreulich", so Philipp Good, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management. Besser als osteuropäische Unternehmensanleihen performten Firmenbonds aus Lateinamerika. Die starke Binnenwirtschaft - insbesondere in Brasilien - führte dazu, dass sich die Kreditmärkte gut gehalten haben. Ebenfalls zu den Favoriten von Good zählen ausgewählte Papiere aus sicheren Staaten der Region Middle East. Zum Beispiel Anleihen aus den Bereichen "Öl" und "Financial". "Banken stehen dort weitaus solider dar als europäische Finanzhäuser - wie die jüngsten Meldungen aus Frankreich und Belgien leider bestätigen", so der Fondsmanager weiter. Der asiatische Raum sei zwar auch keine problemfreie Zone, wie der Fall des chinesischen Unternehmens Sino Forest zeigen würde, aber generell sieht Good den gelben Kontinent positiv. Als Gründe nennt er die deutlich stärkere Wirtschaftsentwicklung zahlreicher Länder bei einem wesentlich geringeren Verschuldungsgrad im Vergleich zu Europa und Amerika. Die Unsicherheit in den Märkten habe nach Good auch bei den Unternehmensanleihen der Emerging Markets zu einem Abverkauf zu Gunsten der Liquidität geführt. "Anleger erhalten mit einer Ablaufrendite von über fünf Prozent pro Jahr eine sehr hohe Entschädigung in diesen unruhigen Märkten. Berücksichtigt man zudem, dass in den Kursen bereits eine Rezession einge-preist ist, zeigt sich die Attraktivität der Anlageklasse. Sobald sich die Märkte in ein ruhigeres Fahrwasser begeben und sich die angestaute Liquidität auflöst, wird ein weiterer Schub von Neuemissionen erfolgen. Und damit ergeben sich interessante Anlagechancen. Das ist auch wichtig, da die meisten Investoren einen Nachholbedarf im Anleihensegment der Schwellenländer haben. Ich bin mir aber sicher: die wach-sende Notwendigkeit einer Berücksichtigung der Emerging Markets im Sinne einer weltweiten Diversifikation wird das nachhaltig ändern", so Good. Quellen: Fisch Asset Management, männer public relations |
