Schwellenländer : Hoffnung in 2012
Geschrieben von: Vinzenz Leutloff   
Mittwoch, den 04. Januar 2012 um 14:20 Uhr
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Emerging Markets stützen Weltwirtschaft

Laut den Strategen von Pioneer-Investments könnten die Emerging Markets in 2012 helfen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Euro und Dollarkrise abzufedern.

Die Eurostaaten entwickeln sich durch die Schuldenkrise in Richtung einer Fiskalunion, das Wachstum in den Emerging Markets stützt die Weltwirtschaft, gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit der  Marktteilnehmer auf die USA, wo die Geld- und Fiskalpolitik verstärkt in den Blickpunkt der Investoren gerät.

Zu dieser Einschätzung kommt die Fondsgesellschaft Pioneer Investments in ihrem aktuellen "Global Markets Strategy Report".

"Unser Basis-Szenario ist, dass es in Emerging-Markets zu einer weichen Landung kommt. Die Fokussierung der Regierungen in diesen Ländern auf Inflationsbekämpfung wird bald enden", so die Pioneer-Experten.

Von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in Asien und den schnell wachsenden Schwellenländern würden laut Meldung auch die Industrieländer und die zyklischen Sektoren des Aktienmarkts profitieren können.  Insgesamt könne es 2012 jedoch zu einem neuen Vertrauen in die Weltwirtschaft kommen. Davon würden dann besonders renditestärkere Anlageklassen, in erster Linie Aktien, profitieren.

Trotz einigen positiven Entwicklungen werde das Jahr 2012 insgesamt jedoch kein "Schönwetter-Jahr", warnen die Pioneer-Strategen weiter. Hauptsorge bereite vor allem die Entwicklung in den USA. Es sei in Vergessenheit geraten, dass das US-Defizit deutlich über dem anderer Industriestaaten und über dem der Euro-Länder liege.

"Angesichts der Euro-Turbulenzen fungieren US-Treasuries noch als eine Art Gold-Ersatz, doch das könnte sich ändern" warnt man bei Pioneer.

Diese Entwicklung  würde von ausländischen Geldgebern derzeit sehr wachsam beobachtet. Mit Sorge sei verfolgt worden, dass Gespräche zwischen den verschiedenen politischen Lagern in einem "Super-Comittee" über mögliche Budget-Kürzungen wegen tiefer ideologischer Gegensätze bereits im vergangen Jahr gescheitert seien. Im Wahljahr 2012 dürfte sich das kaum verändern.

Zudem betreibe die US-Notenbank bereits seit geraumer Zeit eine expansive Geldpolitik. Über deren langfristige Auswirkung sei bislang nicht groß diskutiert worden.

"Dies könnte sich aber im neuen Jahr ändern. Wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, ob die bisherige extreme Nachlässigkeit in Sachen Inflation zu unangenehmen Überraschungen führen und ein weiterer Grund für Turbulenzen werden kann", erklären die Pioneer-Experten.

Es komme die Frage auf, ob eine expansive Geldpolitik in dem betriebenen Umfang überhaupt fundamental notwendig sei, zumal keine ernsthafte Rezession drohe.

"Insgesamt ist nicht auszuschließen, dass die Kombination aus einer zu lockeren Geldpolitik und dem mangelnden Willen zur Budget-Konsolidierung sich im weiteren Jahresverlauf negativ auf US- Treasuries und den Dollar auswirken könnte", lautet das Fazit von Pioneer.

Quelle: Pioneer Investments Kapitalanlagegesellschaft mbH

Link zum Fondsanbieter: www.pioneerinvestments.de

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