Wirtschaft : Entwicklung in 2012 ungewiss
Geschrieben von: Vinzenz Leutloff   
Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 00:43 Uhr
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Wirtschaft : Entwicklung in 2012 ungewiss
USA & Emerging Markets
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Nach Meinung von Stanion seien die Aussichten für die US-Wirtschaft erfreulicher.

"Für eine Aufhellung des Konjunkturausblicks sprechen die im Allgemeinen überraschend guten Konjunkturdaten der letzten Zeit. 2012 wird mit moderatem Wirtschaftswachstum gerechnet. Dabei gilt es hervorzuheben, dass die USA gegenüber Europa in einigen Punkten deutlich im Vorteil sind.

So verfügt das Land über einen integrierten Willensbildungsprozess in der Politik, der getragen wird von einer nationalen Regierung, einerpragmatisch handelnden Zentralbank und der Bereitschaft in der Bevölkerung, kurzfristige Einschnitte durch Lohnkürzungen oder Umschulungen in Kauf zu nehmen und so zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit beizutragen.

Das Beschäftigungswachstum sorgt für weiterhin stabile Verbraucherausgaben. Eine größere Investitionsbereitschaft könnte 2012 auch zu höheren Ausgaben im Unternehmenssektor führen. Unter dem Strich ist das Ertragswachstumin den USA derzeit weltweit am höchsten" erläutert Stanion weiter.

Die Emerging Markets seien nach Ansicht von Stanion dem Risiko eines deutlichen Exportrückgangs und einer Kreditklemme im Zuge der Bilanzkürzungen im europäischen Bankensektor ausgesetzt.

"Zwar haben die politischen Entscheidungsträger ihre Möglichkeiten zur Durchsetzung einer Trendwende bis Ende 2012 noch nicht ausgeschöpft, doch spricht inzwischen vieles dafür, dass das Wachstum auf kurze Sicht deutlich niedriger liegen wird.

Sorge bereitet uns außerdem, dass die Anleger offenbar darauf vertraut haben, dass es der chinesischen Zentralbank durch perfektes Einsetzen politischer Maßnahmen gelingt, die Voraussetzungen für eine sanfte Landung der größten Volkswirtschaft Asiens zu schaffen.

Die Umsetzung eines aggressiven Konjunkturpakets durch die chinesische Regierung steht noch aus, und obwohl der Mindestreservesatz gesenkt wurde, dürfte in China die Talsohle beim BIP im ersten Quartal 2012 erreicht werden. Gemeinhin wird mit einem Absinken des Wachstums unter die 8%-Marke gerechnet. Nach unserem Dafürhalten wird sich China in einigen Monaten wieder zu einer guten Kaufgelegenheit entwickeln.

Russland könnte sich 2012 je nach Ausgang der bevorstehenden Präsidentschaftswahl als attraktive Alternative entpuppen. Dank stabiler Ölpreise kann sich Russland von der Eurokrise unbeeindruckt zeigen. Vor diesem Hintergrund dürften sich bis zum zweiten Quartal am Aktienmarkt gute Gelegenheiten bieten, vorausgesetzt allerdings, dass die politische Lage stabil bleibt.

Korea und Taiwan sind stark von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Hier könnten sich 2012 aber ebenfalls gute Kaufgelegenheiten bieten, wenn abzusehen ist, wie sich die Schuldenkrise in der Eurozone weiter entwickelt“ erklärt Stanion.
Fazit"Ein weiterer Rückgang der Bewertungen oder sichtbare Erfolge in der Bewältigung der Schuldenkrise in der Eurozone könnten uns zu einer positiveren Einschätzung des Aktienmarktes bewegen. Angesichts der Unsicherheitsfaktoren in Bezug auf die Weltwirtschaft geben wir uns gegenwärtig jedoch damit zufrieden, das Risiko minimal zu halten.

Irgendwann im kommenden Jahr wird sich eine großartige Kaufgelegenheit bei Risikoanlagen ergeben - vielleicht sogar schon früher, wenn Deutschland nachgibt und zulässt, dass die EZB verstärkt europäische Staatsanleihen aufkauft.

Auch unser Urteil zu China und anderen Schwellenländern könnte positiver ausfallen, wenn nun auch in diesen Ländern Konjunkturprogramme Thema werden" so das Statement von Stanion.

Quelle: Baring Asset Management

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