| Wirtschaft : Entwicklung in 2012 ungewiss |
| Geschrieben von: Vinzenz Leutloff | ||||
| Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 00:43 Uhr | ||||
Entwicklung der Weltwirtschaft ungewissNach Ansicht von Percival Stanion, Head of Asset Allocation bei Barings, steht die Weltwirtschaft am Scheideweg zwischen Katastrophe und Rettung, wie das Unternehmen mitteilte. Eine ähnlich prekäre Lage habe es in der jüngeren Geschichte nach Ansicht von Percival Stanion noch nie gegeben. "Wir halten eine W-förmige Rezession der Weltwirtschaft nach wie vor für recht unwahrscheinlich, sind jedoch der Überzeugung, dass die aktuelle Krise im Chaos enden wird und die Märkte somit anfällig bleiben für abrupte Änderungen der Anlegerstimmung. Grundsätzlich behalten wir die Entwicklungen in Europa, China und den USA genau im Blick, da diese Volkswirtschaften vorzeichnen, wie sich der Anlagemarkt 2012 verändert. Seien bislang Länder wie Griechenland, Spanien und Italien in aller Munde gewesen, laufe nach Einschätzung von Percival Stanion Frankreich Gefahr, diese Länder 2012 aus den Schlagzeilen zu verdrängen. Stanion zufolge leugne die französische Regierung ihren eigenen Souveränitätsverlust in Bezug auf Staatsanleihen und verfüge in Ermangelung einer Zentralbank zudem über keinen geeigneten Mechanismus, um französische Staatspapiere aufzukaufen. Somit unterscheide sie sich kaum noch von einer lokalen Institution, die der Europäischen Zentralbank auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sei. "Nach vier Jahren Rezession dürfte Griechenland auch in nächster Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben und wird sich am Ende vielleicht tatsächlich vom Euro verabschieden. Italien und andere südeuropäische Euro-Mitglieder könnten folgen. Nach Meinung von Stanion seien die Aussichten für die US-Wirtschaft erfreulicher. "Für eine Aufhellung des Konjunkturausblicks sprechen die im Allgemeinen überraschend guten Konjunkturdaten der letzten Zeit. 2012 wird mit moderatem Wirtschaftswachstum gerechnet. Dabei gilt es hervorzuheben, dass die USA gegenüber Europa in einigen Punkten deutlich im Vorteil sind. Die Emerging Markets seien nach Ansicht von Stanion dem Risiko eines deutlichen Exportrückgangs und einer Kreditklemme im Zuge der Bilanzkürzungen im europäischen Bankensektor ausgesetzt. "Zwar haben die politischen Entscheidungsträger ihre Möglichkeiten zur Durchsetzung einer Trendwende bis Ende 2012 noch nicht ausgeschöpft, doch spricht inzwischen vieles dafür, dass das Wachstum auf kurze Sicht deutlich niedriger liegen wird. Fazit"Ein weiterer Rückgang der Bewertungen oder sichtbare Erfolge in der Bewältigung der Schuldenkrise in der Eurozone könnten uns zu einer positiveren Einschätzung des Aktienmarktes bewegen. Angesichts der Unsicherheitsfaktoren in Bezug auf die Weltwirtschaft geben wir uns gegenwärtig jedoch damit zufrieden, das Risiko minimal zu halten. Irgendwann im kommenden Jahr wird sich eine großartige Kaufgelegenheit bei Risikoanlagen ergeben - vielleicht sogar schon früher, wenn Deutschland nachgibt und zulässt, dass die EZB verstärkt europäische Staatsanleihen aufkauft. Auch unser Urteil zu China und anderen Schwellenländern könnte positiver ausfallen, wenn nun auch in diesen Ländern Konjunkturprogramme Thema werden" so das Statement von Stanion. Quelle: Baring Asset Management Link zum Fondsanbieter: www.barings.com Hinweis: Die Informationen stellen weder ein Angebot, eine Einladung zur Zeichnung oder zum Erwerb von Finanzinstrumenten noch eine Empfehlung zum Erwerb dar. Die Informationen oder Dokumente sind nicht als Grundlage für irgendeine vertragliche oder anderweitige Verpflichtung gedacht, noch ersetzen sie eine Beratung. |
