Europa : Nordische Aktienmärkte
Geschrieben von: Vinzenz Leutloff   
Montag, den 09. August 2010 um 18:00 Uhr
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Nordische Aktienmärkte mit Potenzial im 2.Halbjahr

Laut einer aktuellen Pressemeldung von Carlson Fund Management werden in den nordischen Aktienmärkten die hohen Unternehmensgewinne der Hauptmotor sein.

Für das 2.Halbjahr geht man von Zuwächsen bis zu 10 % aus und man rechnet damit, dass bis Mitte 2011 nochmals 10 % drin sind. Vor allem Finnland profitiert momentan von der Nähe zu Russland.

Die Konsensschätzungen für die Gewinne der nordischen Länder würden für 2010 bei 25-30% liegen.

„Deshalb sind wir bezüglich des langfristigen Risiko-Gewinn-Verhältnisses der nordeuropäischen Aktien weiterhin optimistisch“, betont Fondsmanager Hogtun vor dem Hintergrund einer steigenden Unsicherheit bezüglich des weltweiten Wirtschaftswachstums.

„Solide Finanzpolitik, große Haushaltsdisziplin und ein geringer Schuldenstand gemessen am Bruttoinlandsprodukt machen die nordischen Länder gegenüber einer weltweiten Wachstumsschwäche widerstandsfähig“, sagt Hogtun.

Laut Hogtun seien insbesondere die Diversifikation bei den wirtschaftlichen Schwerpunkte eine Stärke in den nordischen Nationen.  

So zeichne sich Schweden beispielsweise  durch starke Industrieunternehmen, die in ihren Geschäftsfeldern zu den weltweit führenden Anbietern gehören aus.

Unter diesen der Kugellagerhersteller SKF, der Schließsystem-Spezialist Assa Abloy oder Atlas Copco, Hersteller und Dienstleister im Bereich Kompressor-, Bohr- und Bergbautechnik. Außerdem verfüge Schweden über einen starken Health-Care-Sektor mit AstraZeneca sowie Medivir und Bioinvent.

Finnland profitiert, so der Bericht, von der geografischen Nähe zu Russland. Viele finnische Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben dieses besondere Wachstumspotenzial erkannt und nutzen es“, erklärt Hogtun.

Beispiele sind der Reifenhersteller Nokian Tyres, die Warenhaus-Kette Stockmann und den Spezialstahl-Hersteller Rautaruukki.

„Auch Dänemark hat – ähnlich wie Schweden – einen starken Health-Care-Sektor, der sich aber durch einen anderen Fokus auszeichnet“, sagt Hogtun.

Neben Konzernen wie Novo Nordisk oder William Demant gebe es dort eine ganze Reihe interessanter Spezialanbieter wie Novozymes, Danisco oder Christian Hansen, die sich auf die Herstellung von Enzymen und Starter-Kulturen oder von Hilfsstoffen für die Lebensmittelindustrie konzentrierten.

Norwegen profitiere hingegen von seiner Dominanz in der Erdöl- und Ölservice-Industrie.

Als größter Konzern an der norwegischen Börse sei Statoil interessant, aber auch etwas unbekanntere Unternehmen wie Tiefsee-Bohrspezialist Seadrill und die Explorations-Dienstleister PGS und Agercy zählen in ihren Geschäftsfeldern zu den globalen Playern, heißt es in dem Bericht.

Quelle : Carlson Fund Management Company S.A