| Devisen : Eurokrise |
| Geschrieben von: Vinzenz Leutloff |
| Montag, den 24. Mai 2010 um 20:36 Uhr |
Experten zur Eurokrise Die Haushaltskrise in Griechenland, sowie die Abwertung Portugals und Spanien setzen den Euro zunehmend unter Druck. Für viele Anleger stellt sich die Frage mit Blick auf die osteuropäischen Staaten, ob mit weiteren Überraschungen gerechnet werden muss? Das Team von Franklin Templeton Investments was so freundlich einige Fragen für die Leser der Fonds-Depesche.de zu beantworten. Frage 1: Wie bewerten die Analysten die Entwicklung des Euro-Dollarverhältnisses? "Es gab die Hoffnung, dass die europäische Währungsunion zu wirtschaftlicher Konvergenz führen werde. Griechenlands Probleme führten jedoch die unterschiedliche Konkurrenzfähigkeit der nordeuropäischen Länder wie Deutschland und südeuropäischen Länder mit Haushaltsproblemen deutlich vor Augen. Der seit Beginn der Währungsunion 1999 eingetretene Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit Südeuropas spiegelt sich in den steigenden Leistungsbilanzdefiziten wider. Diese Divergenz des wirtschaftlichen Wohlstands innerhalb der Eurozone hat sich in einem Wertverlust des Euro niedergeschlagen. Der schwächere Euro, der nach Angaben der Financial Times zwischen Anfang Dezember 2009 und Anfang März 2010 handelsgewichtet über 6 % abgewertet hat, bedeutet effektiv eine lockere Geldpolitik. Nachdem das Wachstum noch fragil ist, könnte es in der Eurozone länger dauern als anderswo, bis wieder auf eine restriktivere Geldpolitik umgeschwenkt wird. Das bedeutet, dass der Euro weiter gegenüber anderen Währungen an Wert verliert." "Zinsentwicklung in den entwickelten Ländern Marktbeobachter und einige Wirtschaftsexperten glauben, dass die Inflation in der nächsten Zeit steigen wird, wahrscheinlich sogar heftig. Aus unserer Sicht sind die Inflationserwartungen im kurzfristigen Bereich überzogen. Die Kerninflation liegt im Bereich von 1% - 2%. Wir halten es für möglich, dass diese Inflationsrate steigt. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die USA eine dienstleistungsorientierte Volkswirtschaft sind, d. h. Inflation ist weitgehend von den Lohnkosten abhängig. Angesichts der deutlich schwachen Beschäftigungslage halten wir es für äußerst unwahrscheinlich, dass noch in diesem Jahr ein signifikanter Druck auf die Löhne entsteht. Außerhalb der USA erkennen wir in bestimmten Regionen allerdings die Vorboten eines stärkeren Wachstums in Verbindung mit ersten Anzeichen von Inflation. Einige Zentralbanken haben bereits begonnen, entsprechend zu reagieren. Beispielfonds: Templeton Euro Money Market Fund*(Rentenfonds), WKN A0YBHV, ISIN LU0454936104, Verwaltungsgebühr 0,25 % p.a., Administrationsgebühr 0,10 %. (Alle Angaben ohne Gewähr). Quelle : Franklin Templeton Investments |
